Ich hatte soooo lange auf dieses Wochenende hingefiebert. Und am Freitag, dem 1. Mai, ging´s für Kevin und mich auf die Gasse gen Italia!!
Nach ein bisschen Stau auf dem Brenner, einer Extrarunde kurz vorm Ziel und Stau runter zum Gardasee erreichten wir unser Ziel nach 9 Stunden. Regenjacke an und erstmal übers Bikefestival geschlendert, wo ich den Mund nicht zubekam. So viele Eindrücke, so viele schöne Fahrräder. Nach der Pastaparty setzten wir uns noch eine knappe Stunde aufs Rad. Ich dachte meine Beine würden wieder etwas lockerer. Die Kraftübungen vom Donnerstag Abend hatte ich nicht so gut verkraftet wie erwartet.
Halb 10 ins Bett, um 6 aufgestanden, richtete ich mich langsam moralisch auf die Ronda Grande ein. Eigentlich wollte ich nur Piccola fahren, aber was solls. Wenn ich einmal hier bin, gönne ich mir meine erste Langdistanz.
Pünktlich zum Start brach die Wolkendecke auf und ich bekam richtig Bock ein paar Stunden radzufahren! Am ersten Anstieg angekommen, rollte ich stetig nach vorne, nach etwa einer halben Stunde bergauf machten sich die Beine wieder bemerkbar. Also hieß es einfach beständig weiterrollen. Es kommen ja noch 60km.
Auf der ersten Abfahrt hatte ich richtig Spaß! Feucht, Wurzeln, 20 Plätze nach vorn gefahren!
Dann bergauf wieder die Beine.. Ich fragte mich jedes mal ob ich überhaupt so viel bergab gefahren war, dass der Berg gerechtfertigt wäre. Ich zählte die Kilometer bis zum Ziel. Nach etwa zwei Dritteln der Strecke schlug ich mir den Bauch mit Kuchen voll und trank eine Menge Cola am Verpflegungsstand. Die nächsten 10km stoß ich die ganze Zeit auf. So wie ich mit meinem Brunstruf durch die italienischen Wälder hirschte kamen die ersten Krämpfe. Mich überholten auch viele der Ronda Extrema Fahrer, unter anderem Sven aus meinem Team, der sturzgeplagt viel Spaß gewünscht bekam und sich genau in dem Moment die Karkasse des Reifens aufschlitzte. Leider ließen meine Beine kein Mitfühlen zu. Ich hatte das Gefühl, jeder Berg wurde steiler und jeden Moment würde die Kurbel aufhören sich zu drehen. Aber um zu schieben halte ich einfach zu viel von mir und zog mich langsam aber stetig Berg für Berg nach oben. Bergab sah ich dann im Vorbeirauschen wieder die Gesichter, die bergauf vorbeizogen. Und die letzte Abfahrt startete, fühlte ich mich schon sicher im Ziel. Nix da, erst tun die Hände weh, dann kommt noch der Rückweg nach Riva auf der Straße. Kevin riet mir Körner übrig zu lassen. Ich erinnerte mich zwar, das war aber 40km zu spät. Ich verfluchte den Gegenwind und dass ich es nicht geschafft hatte an die eine Gruppe 50m vor mir ranzufahren. Im Ziel dachte ich kurz drüber nach Freudentränen zu vergießen, ließ es dann aber lieber sein.
Nachm Duschen gab´s erstmal einen Hamburger vom allerfeinsten an der Strandbar in Torbole. Und dann wollten wir zurück aufs Festival nach Riva. Trampen klappte nicht, also zu Fuß. Dort angekommen, staubten wir Merchandise Artikel, Essen und Getränke ohne Ende ab. Zum Abendbrot gab´s trotzdem Pizza wie es sich gehört.

Wieder zurück war das Festivalgelände zur Party geworden, wir hatten reichlich Spaß!
 
Am Sonntag schlossen wir uns Max Feger und einer Gruppe anderer hessischer Biker an um einen Berg zu erklimmen. Die Beine waren dicht und die Jungs machten Druck. Die Begeisterung schwand. Nebel und Kälte stellten sich ab 1000m über Null ein und wir beschlossen frühzeitig bergab zu fahren. Das war dann der geile Spaß. Trails Trails Trails. Kevin und ich kamen auf unsere Kosten und die anderen behandelten uns wie die Großmeister des Bergabfahrens. Etwas über 3 Stunden reichten dann auch dicke. Abends schlenderten wir nochmal durch Riva, es gab Eis und Pizza. Lecker Lecker! Dieser Ort kommt definitiv auf meiner Liste der potentiellen Immobilieninvestition!
 

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